Dem Papierchaos an der Uni begegnen: mit Evernote, Tags und einem Scanner
Die Entwicklung des Papierchaos sieht jedes Semester gleich aus. Man startet mit seinem Block und geht damit in einige Übungen. Mit der Zeit werden daraus Mappen oder Schnellhefter voller Blätter. Spätestens mit Beginn der Prüfungszeit ist das Chaos perfekt. Stapelweise Vorlesungsunterlagen gepaart mit einem unsortierten Haufen Übungsblätter und allerhand Randnotizen. Dazu das passende Zitat «Dieses Semester wird alles besser.» Und nun weiß ich auch wie!
Warum Evernote?
Weil es gefällt. Klare Oberfläche, einfache Plugins/Snippets für alle Browser und gutes Zusammenspiel zwischen Computer und Smartphone. Eine berechtigte Frage die sich aktuell noch stellt ist die, ob Premium oder kein Premium Account. Wer alles jederzeit mobil verfügbar haben will sollte wohl Anfangen Geld für Evernote zu bezahlen. 45$ sind dennoch ein vertretbarer Betrag für ein derart tolles System. Welche Features würden mich am meisten reizen?
- Suchen Sie nach Text innerhalb von PDFs
- 1GB Upload-Volumen
- Zusammenarbeit an Notizbüchern mit anderen Personen (Sharing)
Vorgehen
Meine Notizen zu Vorlesungen oder Übungen mache ich wie gewohnt schriftlich. Dann habe ich das Papier nachher fix auf meinen Scanner zu legen um ein PDF daraus zu machen. Der bequemere Weg ist natürlich gleich am Notebook mitzuschreiben und dabei Fähigkeiten in Latex zu entwickeln (zumindest sobald es um etwas mathematisches geht). Mag ich aber nicht und kann ich leider auch nicht. Scannen dauert nicht lang, sodass hier maximal Faulheit als Ausrede gelten kann.
Danach wird alles mit Tags versehen und in das entsprechende Notizbuch geschoben. Als Oberkategorie gilt das Semester und darunter dann die jeweilige Vorlesung. Aufgrund fehlender Premium-Funktionalitäten ist eine lokale Speicherung auf meinem Macbook eingestellt. Passt, denn Unikram brauch ich nicht auch noch auf dem iPhone.
Tagen und Suchen
Tags sind der wunderbare Weg dem Chaos zu begegnen. Wichtige Regel: mit Tags kategorisieren und dabei wichtige Stichwörter nicht vergessen. Was nutzt es mir wenn ich später noch alle meine Übungsblätter finde, aber nicht das eine Spezielle zum Thema XY. Deswegen taggen zur Einordnung um Evernote gleichzeitig als Nachschlagewerk nutzen zu können. Einzelne Suchbegriffe lassen sich dabei zum Glück simpel kombinieren ohne einen lästigen Syntax mit “+” oder dergleichen nutzen zu müssen.
«Am Ball bleiben»
Dieser ganze Aufwand wird sinnlos, sobald man ihn nicht zur Gewohnheit macht. Zumindest für die unirelevanten Dinge muss man konsequent scannen, taggen und mit Evernote verwalten. Dabei sollte man Dinge nicht als “unwichtig” abstempeln und einfach so wegwerfen. Speicherplatz kostet quasi nichts und wer weiß ob die eine Notiz auf dem Post-it nicht vielleicht doch noch wichtig werden könnte. Die Ordnung muss konsequent gehalten werden. Auch mit Evernote kann Chaos entstehen! Dem gilt es vorzubeugen, denn nach einer Weile lernt man diese Art der Dokumentenverwaltung sehr zu schätzen. Bessere Vorschläge?
