Lasst uns eine Organisation planen
Ich denke es könnte ganz spannend sein ein wenig aus dem Nähkästchen über das «Projekt» zu plaudern. Natürlich nur so weit es mein Knebelvertrag die Geheimhaltungsvereinbarung zulässt. Sollte es nicht wirklich spannend sein, so ist das auch egal. Schließlich mein Blog hier und das alles könnte eine Gedankenstütze sein.
Da stehen wir also nun als Studenten im 5. Fachsemester und sollen für ein global aufgestelltes Unternehmen im Automobilsektor eine neue Organisationseinheit planen. Dabei steht uns eine begrenzte Anzahl Wochenstunden und unglaubliche Kreativität zur Verfügung. Leider können wir auf keine großen Ressourcen zurückgreifen, verdienen uns keine goldene Nase mit den 3000€ Tagessätzen eines Beratungshauses und müssen trotzdem fundierte Erkenntnisse und Szenarien liefern. Unser Vorgehen soll auf Social Prototyping basieren und ist dabei eigentlich eher klassische Managementberatung. Wir müssen von den Besten lernen und alles noch toller machen. Echt super.

Grundsatzfragenprobleme
Problem #1: Wir müssen herausfinden was eigentlich als Best Practice herumschwirrt oder in irgendeiner Form als Grundlage gelten kann. Organisationsfragen sind gut erforscht und empirisch untersucht, doch unser Ansatz soll etwas Neues kombinieren bzw. in einer sehr “gediegenen” Branche eingeführt werden. Wir müssen die Bedürfnisse innovativer Menschen abdecken und ihnen Spielraum zur Umsetzung von Ideen geben.
Problem #2: Maximiere den Nutzen des Auftraggebers doch gebe Partnern den größtmöglichen Spielraum um sich selbst zu entwickeln. Nur wer entscheidet darüber welche Partei langfristig gesehen einen größeren Einfluss auf den Erfolg hat?
Problem #3: Annahmen verifizieren ist unglaublich schwer. Recherchen führen nur zu weiteren Annahmen und unser einziger Ansatz wäre die Berechnung über Manntage. Entwickelte Maßnahmen können wir dennoch nicht pauschal abschätzen da sie einander bedingen und eine Berechnung über einen “Aufwand in Tagen” zu ungenau wird. Geben wir nun eine Empfehlung ohne Kalkulation ab?
“Baukasten”
Letzendlich müssen wir hier über eine Art Szenariotechnik vorgehen. Szenariotechnik ist dabei die schöne Umschreibung für einen Baukasten aus Maßnahmen und Entscheidungsmöglichkeiten deren Kombination die Grundlage unserer Empfehlung wird. Diese Grafik entstand aus unserer Recherche, Erfahrungsberichten und ein wenig Kreativität die richtigen Aktivitäten zu finden um bestehende Lücken zu schließen. Das Vorgehen: zuerst eine Art “Framework” zu definieren, es an den Prozess anzulehnen und daraus dann Entscheidungen abzuleiten ist äußerst attraktiv. Wir können viele Möglichkeiten theoretisch abhandeln und unserem Auftraggeber dann doch mittels unserer Empfehlung auf den von uns gewünschten Weg führen. Klingt ein wenig nach Beeinflussung und das ist es auch. Die Überzeugungsarbeit wird schließlich sehr direkt an der Grafik geleistet.
Mehr kommt, irgendwann bald.
1 Kommentar zu Lasst uns eine Organisation planen
[...] Projekt neigt sich dem Ende und üblicherweise werden wir im Rahmen einer klassischen [...]