iPad 2: Hands-on und sinnvoll für die Uni?
Der Ansturm nach dem iPad 2 Release hat sich gelegt und ich konnte heute die Ruhe nach der Mittagszeit im Apple Store nutzen um mich näher mit dem neuesten Tablet zu beschäftigen. Schon Version 1 fand ich klasse, aber konnte mich nie vollständig zum Kauf verführen. Zum iPad 2 ist aber zu sagen, dass es wirklich noch besser geworden ist. Den Gewichtsverlust spürt man sofort und während ich beim Alten noch dachte: “puuh das will ich nicht den ganzen Tag in der Hand haben”, musste ich mich dazu durchringen das Neue wieder hinzulegen. Verarbeitung und Design sind fantastisch. Leider konnte ich diese neuen Smartcover nicht testen, aber die reine Funktionalität ist toll. Das Internet in der Hand halten.
Als Steve Jobs das Update verkündete, habe ich ernsthaft überlegt eines anzuschaffen. Der Grund: mein Macbook Pro kommt in die Jahre und 15 Zoll sind mir für den täglichen Einsatz in der Uni meistens zu groß. Also hieß es ran an das kleine silberne Ding und ausprobieren.

Meine Anforderungen an ein mobiles Gerät mit dem ich den Alltag an der Universität meistern kann sehen ungefähr so aus:
- klein und leicht, denn ich bin nicht bereit viel mit mir herumzutragen und das 15″ Macbook hat bewiesen, dass Größe und Gewicht alles sind
- schnell im Sinne von schnell bereit um etwas mitzuschreiben, anzuschauen und dabei unkompliziert zu funktionieren. Etwas anderes als Apple kommt dadurch für mich nicht in Frage
- Multitasking und gute Touch-Oberfläche, denn ich will das die aktiven Programme gut funktionieren und ich vernünftig arbeiten kann
- keine Einschränkungen durch mangelnde Apps / Dokumentenunterstützung. Später mehr dazu.
Der interne Konkurrent für das iPad 2 wäre also ein Macbook Air. Ein Notebook im herkömmlichen Stil, also zum Aufklappen und mit vollwertiger Tastatur. Hier muss ich erstmal richtigstellen: alle Gedanken resultieren eventuell in längerfristigen Anschaffungen. Leider steht kein Goldstücke spuckender Esel vor meiner Tür.
In den Punkten klein, leicht und schnell kann das iPad 2 klar mithalten. Einige Spielereien im Apple Store und ausgiebiges Testen von Apps und Safari haben mir das bewiesen. Auch einige Notizen haben sich sehr flott schreiben lassen. Für mehr ist ein Computer während der Vorlesung sowieso nicht da. Meistens sitze ich mit den Powerpoint-Folien rum und ergänze nur. Multitasking ist möglich und die Touch-Funktionen laufen in Apple-Manier einwandfrei. Leider kommt hier das größte Problem ins Haus: wir programmieren im Studium, beschäftigen uns öfters mit wahnwitzigen Dingen und brauchen allerhand Tools. Sicher gibt es eine App für fast alles, aber Entwicklungsumgebungen sind eher rar und garantiert nicht effektiv benutzbar. Kurz gesagt: ein teurer Notizblock mit Spielfunktion. Natürlich rein aus der Sicht des fleißigen Studenten betrachtet. Zu Hause wären die Einsatzgebiete vielseitiger und ich würde alles für eine so geniale Plattform für den E-Mail-Verkehr geben. Mein zweites Problem: zu Hause weiterhin am alten Rechner arbeiten, denn das iPad ist kein vollständiger Ersatz.
Kurzum: ich werde kein iPad 2 für die Uni kaufen (und auch nicht mein Studentendasein dazu benutzen mir diese geniale Spielerei zuzulegen), sondern den Refresh vom iMac abwarten und weiterhin freudig in Richtung Macbook Air schauen.
























